Sie wollen wissen, wie Sie an Ihr Geld kommen und welcher Aufwand sich lohnt? Die Kanzlei1848 unterstützt Unternehmen bei offenen und bestrittenen Forderungen aus Kauf-, Liefer-, Werk- und Dienstleistungsverträgen. Sie prüft Anspruch, Beweise, Einwendungen und Kostenrisiko und empfiehlt den passenden Weg: Zahlungsaufforderung, Verhandlung, Mahnverfahren oder Klage. Für Unternehmen mit offenen oder bestrittenen Forderungen aus Kauf-, Liefer-, Werk- und Dienstleistungsverträgen.
Offene Forderungen binden Liquidität und verursachen zusätzlichen internen Aufwand. Besonders problematisch wird die Situation, wenn ein Geschäftskunde trotz Fälligkeit nicht zahlt, lediglich Teilzahlungen leistet oder nachträglich Einwendungen gegen Vertrag oder Leistung erhebt.
Dann sollte zügig geklärt werden:
Besteht die Forderung?
Ist sie fällig?
Befindet sich der Schuldner in Verzug?
Welche Einwendungen werden erhoben?
Welche Unterlagen und Beweismittel liegen vor?
Ist eine außergerichtliche oder unmittelbar gerichtliche Durchsetzung sinnvoll?
Danach erhalten Sie eine klare Einschätzung des weiteren Vorgehens.
Wenn der Geschäftskunde die Forderung bestreitet
In vielen Unternehmensstreitigkeiten liegt das eigentliche Problem nicht darin, dass eine Rechnung einfach ignoriert wird. Der Geschäftskunde verweigert die Zahlung möglicherweise mit der Begründung, die Leistung sei mangelhaft, nicht vollständig erbracht oder nicht vertragsgemäß.
Relevante Fragen können insbesondere betreffen:
Vertragsinhalt und Leistungsumfang
Lieferung und Abnahme
behauptete Mängel und Nachbesserung
anwendbare AGB
Aufrechnung und Zurückbehaltungsrechte
Gegenforderungen und Schadensersatz
Beweisbarkeit der jeweiligen Position
Die Kanzlei1848 prüft dann nicht nur die Rechnung, sondern den zugrunde liegenden Vertrag und die tatsächliche Durchführung des Geschäfts.
Typische Forderungen im Geschäftsverkehr
Waren- und Lieferforderungen
Offene Zahlungen aus Warenlieferungen, Großhandelsgeschäften und laufenden Lieferbeziehungen.
Kaufpreisforderungen
Forderungen aus Kaufverträgen zwischen Unternehmen, beispielsweise bei Maschinen, technischen Anlagen, Nutzfahrzeugen, Landmaschinen oder anderen betrieblichen Wirtschaftsgütern.
Werklohn und Schlussrechnungen
Offene Vergütung für Herstellung, Montage, Reparatur oder sonstige Werkleistungen, einschließlich streitiger Schlussrechnungen und Nachträge.
Vergütung aus Rahmen- und Projektverträgen
Mehrere offene Rechnungen aus laufenden Rahmenverträgen sowie Vergütungen aus projektbezogenen gewerblichen Dienstleistungen.
Bestrittene Zahlungsansprüche
Fälle, in denen der Geschäftskunde beispielsweise Mängel, eine fehlende Abnahme, eine unvollständige Lieferung, eine abweichende Vertragslage, Gegenforderungen, Aufrechnung oder ein Zurückbehaltungsrecht geltend macht.
Offene Rechnung prüfen lassen
Reichen Sie offene Rechnungen, Vertrag und Schriftwechsel ein. Im vereinbarten Prüfungsauftrag erhalten Sie eine Empfehlung, ob und wie sich die Durchsetzung wirtschaftlich verfolgen lässt.
Bei offenen Unternehmensforderungen kann Zeit eine erhebliche Rolle spielen. Die Kanzlei1848 setzt deshalb auf kurze Reaktionswege und eine strukturierte digitale Bearbeitung.
Nach Sichtung der wesentlichen Informationen wird geprüft, welcher Weg zur Durchsetzung sinnvoll ist. Je nach Ausgangslage kann dies insbesondere sein:
anwaltliche Zahlungsaufforderung
Verhandlung einer belastbaren Zahlungsregelung
gerichtliches Mahnverfahren
Zahlungsklage
weitere gerichtliche Durchsetzung
Zwangsvollstreckung nach Titulierung
Ist eine unmittelbare gerichtliche Durchsetzung angezeigt, bereitet die Kanzlei1848 diesen Weg konsequent vor und verfolgt ihn – ohne unnötigen Zwischenschritt.
Vom Einreichen der Forderung zur Entscheidung
1
Forderung online einreichen
Übermitteln Sie Vertrag, Rechnungen, Leistungsnachweise und bisherigen Schriftwechsel. Nennen Sie die offene Gesamtsumme, Zahlungseingänge, Einwendungen des Kunden und laufende Fristen. Telefon und E-Mail bleiben alternativ möglich.
2
Übernahme und Auftrag klären
Die Kanzlei1848 klärt zunächst, ob und in welchem Umfang sie Ihre Angelegenheit übernehmen kann. Leistungsumfang und Vergütung werden vor Beginn vereinbart; fehlende Unterlagen fordert die Kanzlei gezielt an.
3
Rechtliche und wirtschaftliche Prüfung
Vertrag, Rechnung, Fälligkeit, Verzug, Leistung, Einwendungen, Beweislage, Kostenrisiko und Durchsetzbarkeit werden soweit erforderlich geprüft.
4
Entscheidung über das weitere Vorgehen
Sie erhalten eine Einordnung von Chancen, Beweis- und Kostenrisiken sowie eine Empfehlung für die Durchsetzung. Die erkennbare Zahlungsfähigkeit des Geschäftspartners wird einbezogen; eine erfolgreiche Beitreibung lässt sich nicht zusagen.
5
Konsequente Umsetzung
Die Kanzlei1848 übernimmt je nach Ausgangslage die außergerichtliche oder gerichtliche Durchsetzung.
Forderungsdurchsetzung mit unternehmerischem Blick
Für ein Unternehmen geht es bei einer offenen Forderung nicht nur um die abstrakte Rechtslage. Zeit, Liquidität, Beweisbarkeit, Kosten, Durchsetzbarkeit und gegebenenfalls die weitere Geschäftsbeziehung können ebenfalls eine Rolle spielen. Die Kanzlei1848 verbindet deshalb juristische Prüfung mit einer klaren Umsetzungsstrategie.
Kurze Reaktionswege
Strukturierte digitale Bearbeitung
Klare Handlungsempfehlung
Konsequente außergerichtliche und gerichtliche Durchsetzung
Kosten und Prozessrisiken werden vor wesentlichen weiteren Schritten transparent eingeordnet. Die Kanzlei übernimmt die individuelle anwaltliche Bearbeitung wirtschaftlich bedeutsamer Unternehmensforderungen; ein standardisiertes Masseninkasso für Kleinforderungen wird nicht angeboten.
Sie erhalten einen festen anwaltlichen Ansprechpartner. Zuständigkeit, Vorgehen und Kommunikation werden zu Beginn des Mandats geklärt. Die anwaltliche Verantwortung trägt derzeit Rechtsanwalt Hakan Ayaz. Das Kanzleiteam unterstützt bei Unterlagen, Terminen und der laufenden Organisation.
Geht es nicht primär um die Zahlung, sondern um Mängel, Gewährleistung, Rücktritt oder andere Rechte aus einem Kaufvertrag, finden Sie weitere Informationen im Bereich Kaufrecht. Betrifft die Auseinandersetzung andere vertragliche Ansprüche oder Leistungsstörungen, finden Sie weitere Informationen im Bereich Vertragsrecht. Geht es um offenen Werklohn, eine gekürzte Schlussrechnung oder eine Subunternehmerforderung, finden Sie die vertiefte Darstellung Werklohn nicht bezahlt: Schlussrechnung, Subunternehmer und Werklohnklage. Für weitere Bau- und Werkvertragsfragen ist das Baurecht und Werkvertragsrecht einschlägig.
Rechtsanwalt Hakan Ayaz
Kanzlei1848 · Bochum
Beratung und Vertretung insbesondere im Vertragsrecht, Kaufrecht und bei der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.
rund 7 Jahre anwaltliche Berufserfahrung · über 700 bearbeitete Mandate · außergerichtliche und gerichtliche Vertretung.
Rückmeldung in der Regel innerhalb eines Werktags. Kurzfristige persönliche oder digitale Besprechungstermine sind nach Verfügbarkeit möglich.
Was kann ich tun, wenn ein Geschäftskunde eine Rechnung nicht bezahlt?
Zunächst sollte geprüft werden, ob die Forderung besteht, fällig ist und ob sich der Schuldner bereits in Verzug befindet. Darauf aufbauend wird entschieden, ob eine anwaltliche Zahlungsaufforderung, ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine unmittelbare Zahlungsklage sinnvoll ist.
Was ist zu tun, wenn der Geschäftskunde die Forderung bestreitet?
Dann wird nicht nur die Rechnung, sondern der zugrunde liegende Vertrag und die tatsächliche Durchführung des Geschäfts geprüft – etwa Leistungsumfang, Abnahme, behauptete Mängel, Aufrechnung oder Zurückbehaltungsrechte. Erst danach lässt sich einschätzen, wie durchsetzbar die Forderung ist.
Muss ein Unternehmen vor einer Klage immer noch einmal mahnen?
Nein. Im unternehmerischen Geschäftsverkehr tritt Verzug bei Entgeltforderungen häufig bereits automatisch spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein. Eine Mahnung ist dennoch aus Beweis- und Dokumentationsgründen oft sinnvoll, aber nicht in jedem Fall zwingende Voraussetzung.
Wann ist ein gerichtliches Mahnverfahren sinnvoll?
Ein Mahnbescheid eignet sich vor allem, wenn keine ernsthafte inhaltliche Verteidigung des Schuldners zu erwarten ist. Er ist vergleichsweise kostengünstig und schnell, solange kein Widerspruch eingelegt wird.
Wann kann unmittelbar Zahlungsklage erhoben werden?
Ist bereits absehbar, dass der Schuldner die Forderung bestreiten wird, etwa wegen behaupteter Mängel oder Gegenforderungen, kann eine unmittelbare Zahlungsklage sinnvoller sein als der Umweg über ein Mahnverfahren mit anschließendem Widerspruch.
Was passiert, wenn sich der Kunde auf Mängel oder Gegenforderungen beruft?
Dann wird geprüft, ob die Einwendungen rechtlich und tatsächlich durchgreifen – etwa ob ein Mangel form- und fristgerecht gerügt wurde, ob eine Aufrechnungslage besteht oder ob ein Zurückbehaltungsrecht tatsächlich einschlägig ist. Davon hängt ab, ob und in welchem Umfang die Forderung durchsetzbar bleibt.
Welche Unterlagen werden für die Prüfung einer B2B-Forderung benötigt?
In der Regel Rechnung, zugrunde liegender Vertrag oder Auftragsbestätigung, Nachweise über die Leistungserbringung sowie die bisherige Korrespondenz mit dem Kunden. Nach der ersten Kontaktaufnahme wird konkret mitgeteilt, welche Unterlagen im Einzelfall erforderlich sind.
Kann die Kanzlei1848 Unternehmen außerhalb von Bochum vertreten?
Ja. Von Bochum aus ist die Kanzlei1848 im gesamten Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen und bundesweit tätig. Ob persönliche Termine oder eine Vertretung vor Gericht erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Verfahren ab.
Kann ich auch mehrere offene Rechnungen gemeinsam prüfen lassen?
Ja. Gerade bei mehreren offenen Positionen gegenüber demselben oder verschiedenen Geschäftskunden kann eine gebündelte Prüfung und Bearbeitung sinnvoll sein.
Wer trägt die Rechtsanwaltskosten bei Zahlungsverzug?
Befindet sich der Schuldner in Verzug, können erforderliche und zweckmäßige außergerichtliche Rechtsanwaltskosten als Verzugsschaden ersatzfähig sein. Ob und in welchem Umfang dies im Einzelfall zutrifft, hängt von den konkreten Voraussetzungen des Verzugs und der Erstattungsfähigkeit ab und ist gesondert zu prüfen.
Inkasso oder Anwalt: Was ist bei offenen Rechnungen sinnvoller?
Ein Inkassodienst kann mahnen und ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten, aber keine Klage vor Gericht führen. Bestreitet der Kunde die Forderung oder beruft er sich auf Mängel, ist deshalb meist ein Anwalt der direktere Weg. Befindet sich der Schuldner in Verzug, sind die Kosten in beiden Fällen grundsätzlich als Verzugsschaden ersatzfähig, Inkassokosten allerdings höchstens in der Höhe, die ein Anwalt hätte verlangen können.
Was gilt, wenn der Kunde insolvent ist oder sich in Liquidation befindet?
Ist über das Vermögen des Kunden ein Insolvenzverfahren eröffnet, kann die Forderung nicht mehr mit Mahnbescheid oder Klage gegen ihn verfolgt werden; sie wird beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle angemeldet, laufende Verfahren werden unterbrochen. Eine Gesellschaft in Liquidation besteht dagegen fort und kann weiter in Anspruch genommen werden, vertreten durch den Liquidator. Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalt oder Bürgschaften sollten in beiden Fällen sofort geprüft werden.
Was tun, wenn der Kunde nur einen Teil der Rechnung bezahlt?
Der offene Rest bleibt geschuldet und kann mit Verzugszinsen und gegebenenfalls mit Mahnbescheid oder Klage weiterverfolgt werden. Zahlungsbelege und Schreiben zur Teilzahlung sollten aufbewahrt werden. Eine Teilzahlung kann ein Anerkenntnis der Forderung sein; dann beginnt die Verjährung neu. Begründet der Kunde den Abzug mit Mängeln, ist zu prüfen, ob diese Einwände berechtigt sind.
Gelten diese Regeln auch für Kleingewerbetreibende?
Ja, auf beiden Seiten. Auch wer ein Kleingewerbe betreibt, kann offene Rechnungen mit Mahnung, Mahnbescheid oder Klage durchsetzen. Ob die höheren Verzugszinsen und die Pauschale gelten, hängt vom Schuldner ab: Ist er Unternehmer, auch mit einem Kleingewerbe, betragen die Verzugszinsen neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, und die Pauschale von 40 Euro kommt hinzu. Ist er Verbraucher, sind es fünf Prozentpunkte und keine Pauschale.
Vertrag, offene Rechnungen und Schriftwechsel einreichen. Nennen Sie Anspruchshöhe, Gegenargumente und Fristen. Übernahme und Auftrag werden geklärt, bevor die kostenpflichtige Prüfung oder Vertretung beginnt.