Kanzlei für Maklerrecht und Maklerprovision in Bochum und im Ruhrgebiet
Maklerprovision durchsetzen, abwehren oder zurückfordern. Die Kanzlei1848 berät und vertritt Immobilienmakler, Käufer, Verkäufer und Unternehmen bei Streitigkeiten über Maklerprovision, Maklervertrag, Nachweis und Vermittlung, Kausalität, Widerruf und Provisionsrückforderung.
Vorkenntnis, fehlende Kausalität und Widerruf einordnen und entkräften.
Provision abwehren
Unberechtigte Provisionsforderungen außergerichtlich und gerichtlich abwehren.
Provision zurückfordern
Bereits gezahlte Provision je nach Rechtsgrundlage zurückfordern.
Widerruf des Maklervertrags
Widerrufsrecht, Fristen, Belehrung und Wertersatz bei Verbraucherverträgen prüfen.
4
Besondere Konstellationen
Gescheiterter Kauf und Gewerbeobjekte
Provision trotz Rücktritt
Provisionsanspruch trotz Rücktritt oder gescheitertem Immobilienkauf prüfen.
Gewerbe- und Anlageobjekte
Provisionsstreitigkeiten bei Gewerbeimmobilien, Grundstücken, Mehrfamilienhäusern und Projektentwicklungen einordnen.
Rückzahlung bei Rückabwicklung
Provision und Rückzahlungsklauseln prüfen, wenn der Kaufvertrag später rückabgewickelt wird.
Kaufvertrag und Maklervertrag
Kaufvertrag und Maklervertrag bei komplexeren Geschäften gemeinsam beurteilen.
Für Makler und Maklerkunden
Die Kanzlei1848 in Bochum berät und vertritt sowohl Immobilienmakler als auch Maklerkunden. Auf Maklerseite geht es häufig um die Durchsetzung einer verdienten Provision, wenn der Kunde nach erfolgreichem Abschluss des Immobiliengeschäfts nicht zahlt oder den Provisionsanspruch nachträglich bestreitet. Auf Kundenseite ist zu prüfen, ob überhaupt ein wirksamer Maklervertrag und ein Provisionsanspruch bestehen oder ob etwa Widerruf, fehlende Kausalität, Formmängel oder besondere Regeln zur Kostenverteilung entgegenstehen.
Maklerrecht ist eng mit dem Immobilienrecht und dem Vertragsrecht verbunden. Gerade bei komplexeren Immobiliengeschäften können Maklervertrag, Kaufvertrag, Exposé, Kommunikation und Provisionsabrede nur zusammen sinnvoll beurteilt werden.
1Provision
Wann entsteht die Maklerprovision nach § 652 BGB?
§ 652 Abs. 1 BGB bildet den Ausgangspunkt des Provisionsanspruchs. Danach schuldet der Maklerkunde den Maklerlohn grundsätzlich nur, wenn der angestrebte Hauptvertrag infolge des Nachweises oder der Vermittlung des Maklers zustande kommt.
In der Praxis sind regelmäßig vier Grundfragen zu prüfen:
Maklervertrag
Wurde zwischen Makler und Kunde überhaupt ein wirksamer Vertrag mit Provisionsabrede geschlossen?
Maklerleistung
Hat der Makler die Gelegenheit zum Vertragsschluss nachgewiesen oder den Hauptvertrag vermittelt?
Hauptvertrag
Ist der beabsichtigte Kauf- oder sonstige Hauptvertrag wirksam zustande gekommen?
Kausalität
War die Tätigkeit des Maklers für den späteren Vertragsschluss ursächlich und entspricht das abgeschlossene Geschäft im wirtschaftlichen Kern der nachgewiesenen oder vermittelten Gelegenheit?
Kausalität entscheidet oft den Streit
Gerade bei mehreren beteiligten Maklern, längeren Verhandlungen, bereits vorhandener Vorkenntnis des Kunden oder Veränderungen zwischen dem zunächst nachgewiesenen Objekt und dem späteren Kaufvertrag kann die Kausalitätsfrage den gesamten Provisionsstreit entscheiden.
2Durchsetzen
Maklerprovision durchsetzen: Kunde zahlt Provision nicht
Der Kunde zahlt die Maklerprovision nicht, obwohl der Immobilienkauf abgeschlossen ist? Vor einer Zahlungsaufforderung oder Klage sollte der Anspruch vollständig dokumentiert und auf mögliche Einwendungen geprüft werden. Das reduziert das Risiko, einen wirtschaftlich eigentlich guten Provisionsanspruch mit einer unvollständigen Anspruchsbegründung unnötig angreifbar zu machen.
Ist der Anspruch nach dieser Prüfung schlüssig und fällig, kommen eine außergerichtliche Geltendmachung und – falls erforderlich – die gerichtliche Durchsetzung in Betracht. Bei erheblichen Provisionsforderungen sollte die Prozessstrategie frühzeitig auch Beweisfragen und die wirtschaftliche Vollstreckbarkeit berücksichtigen.
Für die Durchsetzung sind insbesondere relevant
Maklervertrag, Makleralleinauftrag oder sonstige Provisionsvereinbarung,
Exposé und eindeutiger Provisionshinweis,
E-Mail- und Messenger-Kommunikation mit dem Kunden,
Dokumentation des Nachweises oder der Vermittlung,
Besichtigungs- und Verhandlungsablauf,
notarieller Kaufvertrag oder sonstiger Hauptvertrag,
Rechnung und Fälligkeit der Provision,
Einwendungen des Kunden, insbesondere Vorkenntnis, fehlende Kausalität oder Widerruf.
Der Kunde sagt: „Der Verkauf wäre auch ohne den Makler zustande gekommen“ – was gilt?
Bei Provisionsstreitigkeiten wird häufig nicht bestritten, dass ein Kaufvertrag geschlossen wurde, sondern ob gerade die Maklertätigkeit hierfür ursächlich war.
Wesentliche Mitursache
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss die Tätigkeit des Maklers nicht die einzige oder hauptsächliche Ursache des Vertragsschlusses sein. Es genügt, wenn sie bei wertender Betrachtung eine wesentliche Mitursache für den späteren Hauptvertrag war.
Zeitlicher Zusammenhang
Folgt der Vertragsschluss der Nachweistätigkeit in engem zeitlichem Zusammenhang, kann dies die Darlegung der Kausalität erleichtern. Ein längerer Zeitablauf schließt den Anspruch nicht automatisch aus, kann aber die Beweisführung erschweren. Maßgeblich bleibt der konkrete Verlauf vom ersten Nachweis oder der Vermittlung bis zum Abschluss des Hauptvertrags.
Vorkenntnis
Vorkenntnis ist davon zu unterscheiden. Kannte der Kunde Objekt und konkrete Abschlussgelegenheit bereits, kann ein bloßer erneuter Nachweis nicht genügen. Ein Provisionsanspruch ist dennoch nicht in jeder Vorkenntniskonstellation ausgeschlossen: Erbringt der Makler zusätzliche, für den Abschluss wesentliche Informationen oder eine eigenständige Vermittlungsleistung, kann seine Tätigkeit weiterhin mitursächlich sein.
Für die Praxis
Nicht nur das Exposé zählt. Entscheidend sind häufig eine belastbare Chronologie, E-Mails und Messenger-Nachrichten, Besichtigungen, Verhandlungen, die Weitergabe entscheidender Informationen und die Frage, was der Kunde vor der Maklertätigkeit tatsächlich bereits wusste.
Rechtsprechung zu Kausalität und Vorkenntnis
Der BGH verlangt für § 652 BGB eine zumindest wesentliche Mitursächlichkeit der Maklertätigkeit und stellt auf den konkreten zeitlichen und sachlichen Zusammenhang ab. Bei Vorkenntnis kann eine zusätzliche wesentliche Maklerleistung weiterhin provisionsrelevant sein.
Umgekehrt ist eine Provisionsrechnung nicht allein deshalb berechtigt, weil es zu einem Immobilienkauf gekommen ist. Käufer, Verkäufer oder sonstige Maklerkunden können insbesondere prüfen lassen, ob der geltend gemachte Anspruch tatsächlich entstanden ist.
Typische Einwendungen betreffen:
Fehlender oder unwirksamer Maklervertrag
Fehlende Textform§ 656a BGB
Soweit die Vorschrift anwendbar ist.
Fehlende oder nicht ausreichende Maklerleistung
Vorkenntnis des Kunden
Kenntnis von Objekt und Abschlussgelegenheit.
Fehlende Ursächlichkeit
Zwischen Maklertätigkeit und Hauptvertrag.
Fehlende wirtschaftliche Identität
Zwischen nachgewiesenem und abgeschlossenem Geschäft.
Widerruf eines Verbrauchervertrags
Verstöße bei der Verteilung der Maklerkosten§§ 656c, 656d BGB
Verwirkung des Provisionsanspruchs§ 654 BGB
Insbesondere bei vertragswidriger Doppeltätigkeit.
Unwirksamkeit einzelner Vertrags- oder AGB-Klauseln
Bereits gezahlte Provision
Bereits gezahlte Provision kann je nach Rechtsgrundlage zurückverlangt werden.
Ob dies tatsächlich möglich ist, hängt jedoch stark davon ab, weshalb der Provisionsanspruch fehlen oder nachträglich entfallen soll.
5Widerruf
Maklervertrag widerrufen: Wann besteht ein Widerrufsrecht?
Der Widerruf eines Maklervertrags ist vor allem dann relevant, wenn ein Verbraucher den Vertrag im Fernabsatz – etwa per E-Mail, Telefon oder Online-Formular – oder außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossen hat. Dann kann nach §§ 312c, 312g und 355 BGB grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht bestehen.
Die Frist beginnt nicht ordnungsgemäß, bevor der Unternehmer den Verbraucher gesetzeskonform über das Widerrufsrecht informiert hat. Nach der aktuellen gesetzlichen Regelung erlischt das Widerrufsrecht bei fehlender ordnungsgemäßer Belehrung grundsätzlich spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach dem maßgeblichen Beginn. Bei Dienstleistungen kann das Widerrufsrecht außerdem unter den Voraussetzungen des § 356 BGB mit vollständiger Leistungserbringung erlöschen, wenn der Verbraucher vor Beginn ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat.
Auch die Frage eines Wertersatzes für bereits erbrachte Maklerleistungen richtet sich nach besonderen Voraussetzungen, insbesondere § 357a BGB.
Bei einem streitigen Widerruf ist nicht nur das Datum des Maklervertrags entscheidend, sondern
Vertragsschluss
Belehrung
Zustimmung zum vorzeitigen Tätigwerden
tatsächliche Leistungserbringung
Hauptvertrag
Zusätzlich § 312j BGB
Bei Verbrauchermaklerverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr kann zusätzlich § 312j BGB entscheidend sein.
Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 09.10.2025 – I ZR 159/24 – entschieden, dass eine Bestellsituation die Zahlungspflicht nach § 312j Abs. 3 BGB ausdrücklich erkennen lassen muss. Werden diese Anforderungen nicht eingehalten, kann der Maklervertrag nach § 312j Abs. 4 BGB unwirksam sein.
Für Verträge, die ausschließlich durch individuelle Kommunikation geschlossen werden, enthält § 312j Abs. 5 BGB allerdings eine Ausnahme. Die Frage ist daher getrennt vom Widerrufsrecht und anhand des konkreten Abschlusswegs zu prüfen.
Textform bei Wohnung und Einfamilienhaus: § 656a BGB
Für bestimmte Immobilienmaklerverträge schreibt das Gesetz eine besondere Form vor.
Wann Textform erforderlich ist
Nach § 656a BGB bedarf ein Maklervertrag über den Nachweis oder die Vermittlung eines Kaufvertrags über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus der Textform.
Was Textform bedeutet
Textform ist weniger streng als die klassische Schriftform. Nach § 126b BGB muss eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger abgegeben werden; eine E-Mail kann diese Anforderungen grundsätzlich erfüllen. Reine mündliche Abreden genügen in den von § 656a BGB erfassten Fällen nicht.
Grenzen des Anwendungsbereichs
Die Vorschrift gilt nicht pauschal für jeden Immobilienmaklervertrag. Bei Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäusern, Projektentwicklungen oder anderen Grundstücksgeschäften muss zunächst geprüft werden, ob der besondere Anwendungsbereich der §§ 656a ff. BGB überhaupt eröffnet ist. Unabhängig davon ist eine klare Dokumentation des Maklervertrags aus Beweisgründen regelmäßig sinnvoll.
7Kostenverteilung
Wer zahlt die Maklerprovision? §§ 656b bis 656d BGB
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch einen Verbraucher begrenzen §§ 656b bis 656d BGB die vertragliche Verteilung der Maklerkosten.
Im Einzelnen gilt:
§ 656c BGB
Lässt sich der Makler von beiden Kaufvertragsparteien einen Maklerlohn versprechen, müssen sich beide grundsätzlich in gleicher Höhe verpflichten.
§ 656d BGB
Hat nur eine Partei den Maklervertrag abgeschlossen, kann eine Vereinbarung zur Zahlung oder Erstattung durch die andere Partei nur innerhalb der gesetzlichen Grenzen wirksam sein. Die beauftragende Partei muss mindestens in gleicher Höhe zur Zahlung verpflichtet bleiben; der Anspruch gegen die andere Partei wird zudem erst unter den gesetzlichen Voraussetzungen fällig.
Nicht jede Konstellation
Diese Regeln betreffen nicht jede denkbare Maklerkonstellation.
Insbesondere bei gewerblichen Immobiliengeschäften oder anderen Objekttypen kann die vertragliche Ausgangslage anders sein.
8Gescheiterter Kauf
Maklerprovision trotz Rücktritt oder gescheitertem Immobilienkauf?
Ein häufiger Irrtum lautet: „Wenn der Immobilienkauf später scheitert, entfällt automatisch auch die Maklerprovision.“ So einfach ist die Rechtslage nicht.
Gesetzliches Leitbild
Nach dem gesetzlichen Leitbild des § 652 BGB ist der Provisionsanspruch grundsätzlich bereits verdient, wenn der Makler durch seine Tätigkeit einen wirksamen Hauptvertrag herbeigeführt hat. Spätere Umstände, die nur die Durchführung des bereits wirksam geschlossenen Kaufvertrags betreffen, lassen den Provisionsanspruch nicht automatisch entfallen.
OLG Hamm: 232.000 Euro Provision
Das OLG Hamm hat dies mit Urteil vom 29.01.2026 – 18 U 53/25 – in einem Streit über eine bereits gezahlte Maklerprovision von 232.000 Euro besonders deutlich herausgearbeitet. Eine vom Maklerkunden gestellte AGB-Klausel, nach der die Provision bei einer späteren Rückabwicklung des Kaufvertrags zurückzuzahlen sein sollte, hielt der Senat wegen Abweichung vom gesetzlichen Leitbild für unwirksam.
Maklervertrag und AGB: Was bedeutet „ausgehandelt“?
Maklerverträge enthalten häufig vorformulierte Klauseln zu Provision, Fälligkeit, Nachwirkung, Aufwendungsersatz, Vertragsdauer oder Rückzahlung.
Solche Regelungen können der AGB-Kontrolle nach §§ 305 ff. BGB unterliegen – im unternehmerischen Geschäftsverkehr mit den dort geltenden Besonderheiten grundsätzlich ebenfalls.
Für ein „Aushandeln“ im Sinne von § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB gilt
Dass über einen Vertrag gesprochen oder einzelne Formulierungen verändert wurden, macht eine Klausel nicht automatisch zur Individualvereinbarung.
Der gesetzesfremde Kern der Regelung muss ernsthaft zur Disposition gestellt worden sein.
Gerade bei hohen Provisionsansprüchen kann diese Abgrenzung wirtschaftlich entscheidend werden.
10Gewerbeimmobilien
Maklerrecht bei Gewerbeimmobilien, Grundstücken und Anlageobjekten
Maklerrecht beschränkt sich nicht auf den klassischen Verkauf eines Einfamilienhauses.
Provisionsstreitigkeiten entstehen ebenso bei:
Gewerbeimmobilien
Grundstücken
Mehrfamilienhäusern
Projektentwicklungen
Sonstigen Immobilieninvestitionen
Nicht schematisch übertragen
In diesen Fällen ist besonders wichtig, nicht schematisch die für Verbraucherkäufe von Wohnungen und Einfamilienhäusern geltenden Sonderregeln zu übertragen. Häufig stehen vielmehr § 652 BGB, die konkrete Provisionsvereinbarung, AGB-Recht, Nachweis und Vermittlung sowie Kausalität im Vordergrund.
Gerade bei komplexeren Transaktionen sollten außerdem Kaufvertrag und Maklervertrag zusammen betrachtet werden. Änderungen des Kaufgegenstands, der Erwerberstruktur oder der wirtschaftlichen Vertragsbedingungen können Einfluss darauf haben, ob das tatsächlich abgeschlossene Geschäft noch dem vom Makler nachgewiesenen oder vermittelten Geschäft entspricht.
11Unterlagen
Welche Unterlagen sollte ich für einen Maklerrechtsfall zusammenstellen?
Für eine zügige Prüfung sind regelmäßig bestimmte Unterlagen hilfreich.
Bei Kausalitäts- oder Vorkenntnisstreitigkeiten ist außerdem eine möglichst genaue Chronologie entscheidend: Wer kannte wann welches Objekt und welche Vertragsgelegenheit, und welche konkrete Tätigkeit hat der Makler anschließend erbracht?
Hilfreich sind regelmäßig
Maklervertrag und Allgemeine Geschäftsbedingungen,
Exposé und Inserate,
Widerrufsbelehrung und Erklärungen zum vorzeitigen Tätigwerden,
E-Mails, Messenger-Nachrichten und sonstige Kommunikation,
Besichtigungsnachweise und Gesprächsnotizen,
notarieller Kaufvertrag oder anderer Hauptvertrag,
Provisionsrechnung und Zahlungsnachweise,
Schreiben, mit denen Provision verlangt, verweigert oder zurückgefordert wird.
12Ablauf
Ablauf der anwaltlichen Bearbeitung
Die Bearbeitung eines Maklerrechtsfalls folgt vier Schritten.
So gehen wir vor:
Vertrag und Beweise prüfen
Maklervertrag, Exposé, Provisionshinweis, Kommunikation, Hauptvertrag und zeitlicher Ablauf werden zusammen ausgewertet.
Anspruch und Einwendungen bewerten
Kausalität, Vorkenntnis, Wirksamkeit des Maklervertrags, Widerruf, AGB und Fälligkeit werden rechtlich eingeordnet.
Wirtschaftliche Strategie festlegen
Je nach Beweislage kommen Zahlungsaufforderung, Abwehr, Verhandlung oder eine Vergleichslösung in Betracht. Kosten und Prozessrisiken werden vor den wesentlichen nächsten Schritten transparent besprochen.
Gerichtliche Durchsetzung, wenn erforderlich
Lässt sich der Streit nicht wirtschaftlich sinnvoll außergerichtlich lösen, kann der Anspruch eingeklagt oder die Forderung gerichtlich abgewehrt werden. Die Kanzlei1848 verfügt im Maklerrecht auch über Erfahrung aus Berufungsverfahren.
Wichtige Rechtsgrundlagen im Maklerrecht
§ 652 BGB (Entstehung des Provisionsanspruchs)
§§ 305 ff. BGB (AGB)
§ 656a BGB (Textform)
§§ 656b bis 656d BGB (Verteilung der Maklerkosten)
Bei Verbraucherverträgen außerdem §§ 312c, 312g, 355, 356 und 357a BGB zum Widerruf
Abgrenzung zu anderen Rechtsgebieten
Geht es zusätzlich um Mängel, Rücktritt oder Schadensersatz aus dem Immobilienkauf, ist die Immobilienrechtsseite einschlägig. Bei allgemeinen Vertragsfragen finden Sie weitere Informationen im Vertragsrecht. Offene Forderungen zwischen Unternehmen werden ergänzend auf der Seite B2B-Forderungen behandelt.
13Fall- und Kostenbeispiel
Fiktives Fall- und Kostenbeispiel: Provisionsstreit nach dem Immobilienkauf
Ein frei erfundenes Beispiel zeigt, mit welchen Anwaltskosten zu rechnen ist, wenn eine Maklerprovision eingeklagt wird – für den Makler ebenso wie für den Kunden, der sich gegen die Klage wehrt.
Fiktives Beispiel
Der Fall
Ein Immobilienmakler weist einem Interessenten ein Mehrfamilienhaus in Bochum nach. Der Kaufvertrag über 600.000 € kommt zustande, der Makler stellt dem Käufer eine Provision von 21.420 € in Rechnung. Der Käufer zahlt nicht.
Er beruft sich darauf, das Objekt bereits vorher gekannt zu haben, und bestreitet, dass die Tätigkeit des Maklers für den Vertragsschluss ursächlich war. Der Makler erhebt Zahlungsklage. Im Verfahren kommt es auf Maklervertrag, Exposé, Kommunikation, Besichtigungsablauf und die Frage an, was der Käufer vorher wusste.
Der Gegenstandswert entspricht der eingeklagten Provision. Ob der Anspruch besteht, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen.
14Die Kanzlei1848
Warum die Kanzlei1848?
Rechtsanwalt Hakan Ayaz hat rund 7 Jahre anwaltliche Berufserfahrung aus über 700 bearbeiteten Mandaten. Die Kanzlei1848 verfügt über 25x 5,0 ★ Google-Bewertungen.
Digital bearbeitet
Maklerverträge, Exposés, Rechnungen und Schriftverkehr können elektronisch übermittelt werden. Rechtliche Fragen lassen sich telefonisch oder per Videokonferenz besprechen; die Kommunikation mit der Gegenseite führt die Kanzlei.
Auch überregional
Auch die gerichtliche Vertretung kann je nach Verfahren überregional organisiert werden.
Prozesserfahrung außergerichtlich und gerichtlich, einschließlich Berufungsverfahren im Maklerrecht.
Wirtschaftliche Strategie mit transparenter Einordnung von Chancen, Risiken und Kosten.
Persönlich und erreichbar
Persönliche anwaltliche Bearbeitung. Rückmeldung in der Regel innerhalb eines Werktags. Kurzfristige persönliche oder digitale Termine nach Verfügbarkeit.
Wie unterstützt die Kanzlei1848 bei einem Maklerrechtsfall?
Die Kanzlei1848 prüft Maklervertrag, Nachweis oder Vermittlung, Kausalität, Textform, Widerruf und Provisionsanspruch und vertritt Makler sowie Maklerkunden bei Durchsetzung, Abwehr oder Rückforderung von Provisionen.
Wer betreut meinen Fall?
Sie erhalten einen festen anwaltlichen Ansprechpartner. Zuständigkeit, Vorgehen und Kommunikation werden zu Beginn des Mandats geklärt. Die anwaltliche Verantwortung trägt derzeit Rechtsanwalt Hakan Ayaz. Das Kanzleiteam unterstützt bei Mandatsorganisation, Unterlagen und Kommunikation. Besprechungen sind in Bochum sowie telefonisch oder per Video möglich; eine bundesweite Vertretung ist möglich.
Brauche ich bei einem Streit um Maklerprovision einen Anwalt, und woran erkenne ich einen guten?
Ein Anwalt lohnt sich meist, sobald eine Provisionsforderung im Raum steht, die Sie für unberechtigt halten, oder sobald ein Makler seine Provision einklagen will. Einen eigenen Fachanwaltstitel für Maklerrecht gibt es nicht; Wichtiger ist die Erfahrung mit Ihrer Art von Streit: Entstehen des Provisionsanspruchs, Kausalität und Vorkenntnis, Provisionsklauseln in AGB, Widerruf und Beweislage. Achten Sie außerdem darauf, ob Ihr Fall persönlich vom Anwalt bearbeitet wird, ob Kosten und Prozessrisiko vorab offen besprochen werden und ob Sie eine realistische Einschätzung statt Versprechen erhalten. Die Kanzlei1848 vertritt Maklerkunden ebenso wie Makler in Provisionsstreitigkeiten; jedes Mandat hat einen festen anwaltlichen Ansprechpartner, die anwaltliche Verantwortung trägt derzeit Rechtsanwalt Hakan Ayaz. Erfolgsaussichten und Kosten werden vor der Beauftragung offen besprochen.
Hilft die Kanzlei1848 auch Maklern bei der Durchsetzung offener Provisionen?
Ja. Die Kanzlei1848 prüft Provisionsansprüche aus Immobilienmaklerverträgen und vertritt Makler bei der außergerichtlichen und gerichtlichen Durchsetzung ebenso wie Maklerkunden bei der Abwehr oder Rückforderung streitiger Provisionen.
Provisionsanspruch und Durchsetzung
Entstehung, Vorkenntnis und gescheiterter Kauf
Wann entsteht ein Anspruch auf Maklerprovision?
Nach § 652 BGB entsteht der Provisionsanspruch grundsätzlich, wenn ein wirksamer Maklervertrag besteht, der Makler die vereinbarte Nachweis- oder Vermittlungsleistung erbracht hat, der Hauptvertrag wirksam zustande kommt und die Maklertätigkeit hierfür ursächlich war. Je nach Fall sind außerdem Formvorgaben und besondere Regeln über die Verteilung der Maklerkosten zu prüfen.
Was kann ein Makler tun, wenn der Kunde die Provision nicht zahlt?
Vor der Durchsetzung sollten Maklervertrag, Provisionsabrede, Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit, Hauptvertrag, Kausalität, Fälligkeit und mögliche Einwendungen des Kunden geprüft werden. Ist der Anspruch schlüssig und fällig, kommen außergerichtliche Zahlungsaufforderung und gegebenenfalls gerichtliche Durchsetzung in Betracht.
Was bedeutet Vorkenntnis bei einem Maklerprovisionsanspruch?
Kennt der Maklerkunde Objekt und konkrete Abschlussgelegenheit bereits, kann das für die Kausalität des bloßen Nachweises entscheidend sein. Ein Provisionsanspruch ist bei Vorkenntnis aber nicht in jeder Konstellation ausgeschlossen; eine zusätzliche wesentliche Maklerleistung oder Vermittlungstätigkeit kann weiterhin provisionsrelevant sein. Entscheidend sind der genaue Kenntnisstand, die weitere Maklertätigkeit und der spätere Vertragsschluss.
Entfällt die Maklerprovision, wenn der Immobilienkauf später scheitert?
Nicht automatisch. Ist der Hauptvertrag wirksam zustande gekommen und wurde die Provision nach § 652 BGB verdient, lassen spätere Umstände wie Rücktritt oder einvernehmliche Aufhebung den Provisionsanspruch grundsätzlich nicht ohne Weiteres entfallen. Anders kann es insbesondere bei anfänglicher Unwirksamkeit, Anfechtung mit Rückwirkung oder besonderen Vertragsgestaltungen liegen.
Widerruf, Form und Kosten
Widerrufsrecht, Textform und Kostenverteilung
Kann ein Maklervertrag widerrufen werden?
Bei einem Verbrauchervertrag kann insbesondere bei Fernabsatz oder einem außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag ein Widerrufsrecht nach §§ 312c, 312g, 355 BGB bestehen. Ob die Widerrufsfrist noch läuft oder das Widerrufsrecht bereits erloschen ist, hängt unter anderem von der Belehrung und vom Beginn beziehungsweise der vollständigen Erbringung der Maklerleistung ab.
Muss der Maklervertrag schriftlich abgeschlossen werden?
Für Maklerverträge über den Nachweis oder die Vermittlung eines Kaufvertrags über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus verlangt § 656a BGB Textform. Bei anderen Immobilien, etwa Gewerbeobjekten oder vielen Grundstücks- und Mehrfamilienhauskonstellationen, gelten die besonderen §§ 656a bis 656d BGB nicht in gleicher Weise; der konkrete Vertrag ist gesondert zu prüfen.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses?
Bei einem Verbraucherkauf können die §§ 656b bis 656d BGB die Verteilung der Maklerkosten begrenzen. Wird der Makler für beide Seiten provisionspflichtig tätig, müssen sich Käufer und Verkäufer grundsätzlich in gleicher Höhe verpflichten. Hat nur eine Partei den Makler beauftragt, kann eine Kostenüberwälzung auf die andere Partei nur unter den Voraussetzungen des § 656d BGB wirksam sein.